Konzept

Die Justizvollzugsanstalt Waldeck ist eine moderne Anstalt des geschlossenen und offenen Vollzuges. Sie befindet sich in der Nähe der Hansestadt Rostock in der Gemeinde Dummerstorf.

In der JVA Waldeck sind insgesamt 384 Haftplätze vorhanden, davon 100 Plätze im offenen Vollzug und 50 Plätze in der sozialtherapeutischen Abteilung. Aufgrund von Baumaßnahmen ist die Anzahl der Haftplätze derzeit verringert. Zudem befindet sich das Diagnostikzentrum für den Justizvollzug des Landes Mecklenburg-Vorpommern in der JVA Waldeck. 

Insgesamt sind ca. 165 Mitarbeiter in der JVA Waldeck tätig. Die Arbeit der Beamten und Angestellten der JVA Waldeck ist neben der sicheren Unterbringung der Gefangenen insbesondere darauf ausgerichtet, die Ursachen für die Straftaten der Verurteilten zu analysieren und aufgrund fundierter Rückfallprognosen und Delinquenzhypothesen den Gefangenen individuell abgestimmte Maßnahmen anzubieten. Die Schwerpunkte bei diesen Angeboten bilden die Behandlung von Gewalt- und Suchtproblematiken. Auch die verschiedenen Freizeitangebote in der JVA (Sport, Musikgruppe, Kochen, Töpfern, Malen, Hundeprojekt etc.) sind darauf ausgerichtet, die Risikofaktoren bzw. die Rückfallgefahr zu minimieren.

Dies erfordert häufig, die Gefangenen zu motivieren, dass sie sich mit den Straftaten und deren Folgen auseinandersetzen. Es sollen in Lernprozessen Einstellungen und Fähigkeiten für eine Lebensgestaltung in sozialer Verantwortung entwickelt bzw. gefördert werden. Gerade bei der Vollstreckung langer Haftstrafen kommt der Unterstützung der Gefangenen bei der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung besonderes Gewicht zu. Daher arbeitet die JVA Waldeck sehr eng mit sozialen Trägern und dem Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit zusammen, um einen nahtlosen Übergang insbesondere zur Bewährungshilfe und Führungsaufsichtsstelle zu gewährleisten.

 

Im Diagnostikzentrum für den Justizvollzug des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden Gefangene aus dem gesamten Bundesland, die wegen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung (§§ 174 - 184b StGB) und schweren Straftaten gegen das Leben (§§211 - 216 StGB) zu Freiheitsstrafen von mehr als 4 Jahren verurteilt worden sind, einem umfangreichen Diagnoseverfahren unterzogen. Gleiches gilt für Gefangene mit angeordneter oder vorbehaltener Sicherungsverwahrung sowie Sicherungsverwahrte.

Zu Beginn der Haftzeit erfolgt die differenzierte Beurteilung der individuellen Delinquenzhypothese und der Rückfallprognose. Darauf aufbauend werden die Behandlungsbedürftigkeit und die individuelle Behandlungsnotwendigkeit bestimmt und in einem Vollzugs- und Eingliederungsplan festgeschrieben.

Am voraussichtlichen Ende der Haftzeit wird im Rahmen der Rückfallprognose die Umsetzung der Vollzugs- und Eingliederungsplanung und die Entwicklung des jeweiligen Gefangenen abschließend bewertet. Die Rückfallwahrscheinlichkeiten werden ermittelt und die Risikoprognosen geprüft.

In der Sozialtherapeutischen Abteilung der JVA Waldeck können bis zu 50 Gefangene untergebracht und behandelt werden.

Hier kommen besondere therapeutische Mittel und soziale bzw. sozialpädagogische Hilfen zum Einsatz, um das individuelle Rückfallrisiko zu senken. Deliktspezifische gruppentherapeutische Maßnahmen stellen das Kernelement der Behandlung dar. Daneben gibt es z.B. psychologische und psychotherapeutische Einzelgespräche, das Soziale Kompetenztraining, das Reasoning & Rehabilitation Program oder das Soziale Training.

Daneben gibt es nicht deliktbezogene Hilfs- und Behandlungsmaßnahmen, wie z. B. die Suchtberatung, arbeitstherapeutische Maßnahmen und verschiedene Freizeitangebote.

Ehrenamt

Ehrenamt in der JVA Waldeck

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Justizministerium M-V

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