Seelsorge
Gefängnisseelsorge: Begleitung, Vertrauen und Beistand
Die Seele eines Menschen ist nicht nur sein unsichtbares Inneres – sie umfasst das ganze Leben mit all seinen Nöten, Fragen und Freuden. Genau hier setzt die Gefängnisseelsorge an. Sie hat die Aufgabe, Menschen im Gefängnis zu begleiten, ihnen beizustehen und als verlässlicher Gesprächspartner da zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht auf freie und ungestörte Religionsausübung – dieses Recht gilt selbstverständlich auch hinter Gittern. Während die Freiheit draußen bleibt, kommt die Kirche zu den Menschen in die Justizvollzugsanstalt.
Für wen ist die Seelsorge da?
Das Angebot der Seelsorge ist kostenfrei und offen für alle. Es kann völlig unabhängig von der eigenen Kirchen- oder Religionszugehörigkeit in Anspruch genommen werden. Viele Gefangene öffnen sich hier erstmals religiösen oder existenziellen Fragen, selbst wenn sie zuvor nie Kontakt zur Kirche hatten.
Die Seelsorge kann auch von Angehörigen von Inhaftierten, als auch von den Bediensteten und Beschäftigten der Anstalt in Anspruch genommen werden.
Absolute Schweigepflicht und Vertrauen
Das wichtigste Fundament der seelsorgerischen Arbeit ist das Vertrauen. Alle Gespräche unterliegen der absoluten Schweigepflicht beziehungsweise dem Beichtgeheimnis. Was hier besprochen wird, dringt nicht nach außen. Jede:r findet hier ein offenes Ohr für persönliche Sorgen und Probleme.
Wie funktioniert die Seelsorge?
Die Arbeit der Gefängnisseelsorge ist vielseitig und passt sich den Bedürfnissen der Menschen an. Die Angebote umfassen:
- Einzel- und Gruppengespräche: Raum für persönliche Sorgen, Kristenbewältigung oder gemeinsamen Austausch
- Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen: Gemeinsames Feiern und Raum für den Glauben.
- Praktischer Beistand: Begleitung der Insassen bei Ausgängen sowie Unterstützung bei sozialen Fragen und der Entlassungsvorbereitung
- Kulturarbeit: Kreative und kulturelle Angebote im Anstaltsalltag
Finanzierung
Um diese wichtige Aufgabe unabhängig und verlässlich zu gewährleisten, wird die Gefängnisseelsorge jeweils zur Hälfte vom Staat und von der Kirche finanziert.
Unsere Gefängnisseelsorger






